Digital Radar

Hier finden Sie spannende Ergebnisse zu den Mega-Trends Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Digital Radar

Spannende Ergebnisse zu den Mega-Trends Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Weitere interessante und auch kommentierte Ergebnisse aus dem Digital Radar finden Sie unten stehend

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Digital Radar: Die Methode

Die Ergebnisse des Digital Radars basieren auf einer CAWI Studie in einem Online Panel mit 575 Befragten im Alter von 16 bis 59 Jahren, die digitale Themen nicht völlig ablehnen. Sie stehen für ca. 38,8 Mio. Menschen in Deutschland.

Die Stichprobe ist repräsentativ für die Zielgruppe gewichtet. Die für Online-Panel typische Überschätzung digitaler Themen wird durch ein Zusatzgewicht reduziert.

Sie hätten gerne weitere Informationen zur Methode oder zur Möglichkeit, Daten für Ihre Zwecke zu verwenden?
Sprechen Sie uns an!

 

Aktuelle Ergebnisse aus der Befragung Juni 2019

Es geht um Themen wie politische Meinungsbildung durch Influencer, Huawei und Android, Chatbots, BuzzWords, Tourismus, Medien, E-Scooter und Video-Stores.
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Reaktion auf digitale Schlagwörter: "KI" polarisiert am stärksten

 

 

Das ist der Hintergrund:
Berichte zum Thema Internet und Digitalisierung greifen oftmals wie selbstverständlich verschiedene Begriffe auf. KI bzw. künstliche Intelligenz, Blockchain oder 5G entwickeln dabei eine gewisse Selbstverständlichkeit in der Bezeichnung, sie werden zu sogenannten Buzz-Words.

Das wollten wir wissen:
Inwieweit sind die verschiedenen Begriffe überhaupt bekannt und welche Emotionen lösen Sie bei den Befragten aus?

Das sind die Ergebnisse:
Während „5G“ und „KI“ in der Breite bekannt sind, ist der Umgang mit Begriffen wie „Augmented Reality“, „Blockchain“ oder „Internet of things“ nicht selbstverständlich. Teilweise haben weniger als 50% der Befragten überhaupt schon davon gehört, obwohl wir uns in dieser Befragung schon in einem online-affinen Befragtenstamm bewegen. In der Gesamtbevölkerung werden diese Begriffe nochmals deutlich weniger bekannt sein.

Spannend ist die unterschiedliche Verteilung positiver und negativer Emotionen auf die von uns ausgewählten Buzz-Words.

„5G“steht deutlich am positivsten dar. Es ist damit eine gewisse Neugier bzw. Erwartungshaltung verbunden, womit für die Mobilfunkanbieter, aber auch für die Politik, die Messlatte für die zukünftige Entwicklung der Mobilfunkinfrastruktur hoch angelegt wird.

„Künstliche Intelligenz“ erzeugt stark polarisierende Emotionen: Neugier und Spannung stehen ausgeprägte Zweifel, aber auch echte Angst gegenüber.

„Augmented Reality“ besticht im Vergleich zu den anderen Begriffen durch erhöhten Spaß, was auf die Nutzung im Gaming-Bereich zurückzuführen sein wird.

„Blockchain“ ist als Begriff am wenigsten bekannt und auch die zugehörigen Emotionen sind wenig ausgeprägt.

„Internet of things“ wartet mit hoher Neugier und Spannung auf. Negative Emotionen bleiben hier gering.

Bewertung der politischen Beteiligung von digitalen Influencern

Das ist der Hintergrund:
Das Video des Influencers Rezo zur Europawahl hat Millionen von (vermutlich vor allem jugendlichen) Sehern erreicht. Die Kritik an den etablierten Parteien hat in den Parteien zu unterschiedlichsten Reaktionen geführt. Die Diskussion zur Beteiligung vermeintlich unbeteiligter Influencer an der politischen Meinungsmache ist eröffnet worden.

Das wollten wir wissen:
Wie werden verschiedene Facetten des Themas „politische Meinungsbildung und -Machung durch Influencer auf Social Media Portalen“ bewertet?

Das sind die Ergebnisse:
Wie so oft, hat jede Medaille zwei Seiten: Es wird das Gute und das Schlechte an der neuen Situation erkannt. Gut ist, dass das politische Bewusstsein der Jugend aktiviert wird. Dazu kommt die Möglichkeit, ein Gegengewicht gegenüber den klassischen Medien aufzubauen, deren Unabhängigkeit sicherlich in einer sich verstärkt polarisierenden Gesellschaft zunehmend in Frage gestellt wird. Trotz dieser Positivaspekte erreicht das Glaubwürdigkeitsniveau der Influencer nicht das der klassischen Medien. Es wird eine Manipulierbarkeit der einzelnen Influencer befürchtet. Durch die Vielzahl der Influencer-Meinungen wird ferner ein unkontrolliertes Informations-Chaos bei Politikthemen von vielen vermutet.

Eine Regulierung der politischen Meinungsmache durch Influencer wird aber nur von einer Minderheit gewünscht. Nicht weiter verwunderlich ist, dass die Jugend selbst stärker die Positivaspekte der neuen politischen Diskussion sieht. Sie nimmt sie aber auch nicht völlig kritiklos hin: Insbesondere die Gefahren der Manipulierbarkeit werden auch in dieser Altersgruppe gesehen.

Smartphones ohne Android? Nur bei technischer Überlegenheit.

Frage: (Huawei-)Smartphones ohne Android & Co: Unter welchen Umständen oder aus welchen Gründen würden Sie trotzdem den Kauf eines solchen Smartphones in Betracht ziehen?

Hintergrund:
Der laufende Handelskonflikt zwischen den USA und China hat aufgrund der damit verbundenen Huawei-Diskussion die Frage nach Android-Alternativen aufgeworfen. Seitens Huawei folgten zügig Informationen über die Entwicklung und baldige Fertigstellung eines eigenen Betriebssystems.

Das wollten wir wissen:
Welche Chancen hat in Deutschland eine Android-Alternative, die nicht auf spezielle US basierte Apps von z.B. Google (insbes. Maps / Youtube / …) zugreifen kann und auch nicht auf Social Media Plattform bzw. Messenger von Facebook, Instagram oder Whatsapp.

Das sind die Ergebnisse:
Für ungefähr die Hälfte der Befragten käme eine Android-Alternative nicht in Frage. Ein Großteil des Marktes wäre zunächst also blockiert. Chancen für ein neues System ergeben sich im Wesentlichen über Aspekte der technischen Überlegenheit. Dies gilt sowohl für die Hardware (Smartphone) als auch für die Software (Betriebssystem). Kosten spielen auch eine Rolle, aber keine dominierende. Huawei hat mit seinen Produkten / seiner Marke inzwischen auch ein ausgeprägtes Marken-Standing entwickelt. Immerhin 11% geben an, Huawei auch unter den neuen Bedingungen zu nutzen, weil Sie Fan der Marke sind.

 

Wettbewerbsnachteil für Unterkünfte ohne Video / 360° Präsentation

 

 

Das ist der Hintergrund:
Bei der Buchung von Urlaubs-Unterkünften steht den Interessenten im Internet meist ein umfangreiches Bildmaterial zur Verfügung. Die Beschreibungen der Unterkünfte werden zunehmend auch um Videos oder 360° Ansichten ergänzt.

Das wollten wir wissen:
Welchen Effekt hat der Einsatz von Bewegtbild in der Tourismusindustrie, d.h. im speziellen beim Thema Zimmer-/Unterkunftsvermittlung?

Das sind die Ergebnisse:
Die neuen Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermittlung von Hotels und Zimmern werden intensiv eingesetzt und offenbar von einer Mehrheit (57%) der Personen mit digitaler Mindest-Affinität auch genutzt. Der Effekt auf die Wahl einer entsprechend dargestellten Unterkunft zeigt sich positiv. Nur 19% geben an, dass diese Darstellungsform keinen Einfluss auf Ihre Entscheidung für die Unterkunft im letzten Urlaub hatte. Mit anderen Worten: Hotels, die auch zukünftig nicht auf Videos oder 360° Ansichten bei der Präsentation ihrer Unterkünfte setzen, werden einen zunehmenden Wettbewerbsnachteil erhalten.

Unterkünfte: Nachhaltigkeit kommt vor Hotel Apps und Streaming Abos

Frage: Inwieweit könnten die folgenden Leistungen und Besonderheiten die Auswahl Ihrer Unterkunft bei Ihrer nächsten Urlaubsplanung positiv beeinflussen?

Das ist der Hintergrund:
Neben dem Thema Digitalisierung ist Nachhaltigkeit bzw. Umweltschutz ein weiteres Top-Thema für viele Branchen, auch für die Tourismus-Industrie. Hotels und Unterkünfte könnend digital oder nachhaltig aufgerüstet werden.

Das wollten wir wissen:
Welche Bedeutung haben verschiedene Einzelthemen bzgl. Digitalisierung und Nachhaltigkeit bei der Wahl der nächsten Unterkunft im Urlaub.

Das sind die Ergebnisse:
Der WLAN Zugang in der Unterkunft stellt inzwischen schon mehr oder weniger ein Muss dar, so dass dies bereits mehr als Hygienekriterium und weniger als ein differenzierender Service angesehen werden muss.

Die Verfügbarkeit von Streaming Abos am Fernseher der Unterkunft oder einer Hotel-Service-App werden bisher noch als deutlich weniger notwendig gesehen, treffen aber auch nur auf wenig Ablehnung. Vielversprechend scheint aktuell ein Nachhaltigkeits-Engagement der Unterkünfte-Betreiber zu sein: 52% der Befragten geben an, dass eine Verstärkung des Umweltthemas die Wahl der Unterkunft positiv oder sogar deutlich positiv beeinflussen kann.

Insbesondere die Altersklasse bis 30 Jahre verlangt mehr Digital- und Nachhaltigkeits-Engagement. Beide Themen eignen sich für eine Differenzierung im breit gefächertem Unterkünfte-Markt.

You Tube nutzen alle Altersklassen, Snapchat & Instagram eher die Jüngeren

Das ist der Hintergrund:
Social Media Plattformen gewinnen weiterhin an Relevanz und dehnen sich in immer neue Geschäftsfelder aus. Zwar werden regelmäßig die Nutzerzahlen der Netzwerke berichtet oder aus Umfragen gewonnen. Trotzdem wollten wir einmal mehr genau wissen, wie die Nutzung der Portale sich in den verschiedenen Alters-Gruppen verhält.

Das wollten wir wissen:
Wie hoch ist der Nutzeranteil (mindestens gelegentliche Nutzung) der wichtigsten Social Media Plattformen?

Das sind die Ergebnisse:
facebook ist bei der Jugend bei weitem nicht mehr die Nummer 1, sondern nur noch die Nummer 4. Ganz oben auf dem Treppchen thront YouTube und das in allen Altersklassen. Damit wird direkt auch die hohe Bedeutung von Bewegtbild/Video im Internet unterstrichen.

Instagram ist quasi ein Jugend-Standard, fällt aber schon in der Altersgruppe ab 25 Jahren deutlich ab und zeigt nur wenig Präsenz ab 35 Jahren. Eine noch extremere Altersabhängigkeit weist Snapchat auf, bei einem deutlich geringerem Nutzungsniveau als Instagram. Pinterest wird primär von Frauen genutzt. Twitter spielt in Deutschland eine eher untergeordnete Rolle, was erstaunlich ist angesichts dessen, dass in den Medien immer wieder auf Twitter-Meldungen diverser Politiker / Promis Bezug genommen wird.

Werbung über Social Media funktioniert auch für unbekannte Marken

Das ist der Hintergrund:
An Werbung auf den Social Media Plattformen kommt man nicht mehr vorbei, entsprechend steigen die Werbeerlöse von facebook und Co. regelmäßig an. Die Werbe-Formate und -Inhalte unterscheiden sich stark: Unbekannte Marken werben neben internationalen Big Brands, etablierte Produkte treffen auf Innovationen.

Das wollten wir wissen:
Welche Werbung wird auf den Social Media Plattformen wahrgenommen?

Das sind die Ergebnisse:
Zunächst einmal: Retargeting funktioniert, zumindest was die Wahrnehmung betrifft. Jedem zweiten Social-Media-Nutzer fällt Werbung zu Themen auf, zu denen man vorher im Internet recherchiert hat. Dies gilt mehr oder weniger für alle Altersgruppen. Die Wahrnehmung von Videoclips setzt sich interessanterweise nur bei den jüngeren Befragten gegenüber statischem Bildmaterial durch. Hier liegt die Vermutung nahe, dass bei vielen Nutzern die Auto-Play-Funktion für die Werbeclips nicht aktiviert ist. Für ein Video bedeutet dies, dass das Eingangsbild eine ähnlich hohe Aufmerksamkeit auf sich ziehen muss, wie ein statisches Werbeformat.

Bekanntere Marken fallen häufiger auf, als unbekannte. Dies ist angesichts vermutlich höherer Budgets zu erwarten. Interessant ist aber, dass 60% der Befragten angeben, zumindest manchmal Werbung unbekannterer Marken, bzw. Werbung für innovative Produkte zu sehen. Hier zeigt sich das hohe Potenzial von Werbung in Social Media bei spitzen Zielgruppen, auch für Marken mit vermutlich geringerem Budget und damit geringerer Reichweite.

Location-based-communication spielt noch eine etwas geringere Rolle, die aber durchaus bereits eine relevante Größe aufweist.

Werbung über Social Media fällt auf, wird aber häufig als störend empfunden

Das ist der Hintergrund:
Dem best research Team fällt eine stetige Steigerung der Werbeeinspielungen auf den Social Media Plattformen auf. Manche davon gefällt, andere nicht.

Das wollten wir wissen:
Wie wird Werbung auf Social Media Plattformen bewertet?

Das sind die Ergebnisse:
Werbung auf Social Media Plattformen fällt auf. Die Bewertung fällt thementypisch (Werbung als Ganzes wird selten positiv bewertet) eher negativ aus. Deshalb sollte man weniger die absoluten prozentualen Höhen, sondern eher die Relationen der Bewertungen zueinander vergleichen. Die Werbung liefert den Social Media Nutzern neue Ideen, ist informativ und gut gemacht. Trotz Targeting-Maßnahmen gelingt der individuelle Zuschnitt der Kommunikation auf die Nutzer aber nur bedingt. Die Werbung kommt meistens im falschen Moment und passt nur selten zum Befragten, sie erscheint vielmehr beliebig.

Insgesamt kommt die Werbung besser bei Jugendlichen bis 24 Jahren und Personen in Singlehaushalten an. Männer sind kritischer als Frauen gegenüber der Werbung eingestellt.

Chatbots: Erfahrungen und Bewertungen

Frage: Für Kundenservice usw. werden die ersten Chatbots eingesetzt. D.h. Sie kommunizieren mit einer Maschine, die Ihre Fragen oder Aussagen erkennt und wie eine Person darauf antwortet. Haben Sie bereits Erfahrungen mit solchen Chatbots gemacht?

Das ist der Hintergrund:
Mit der zunehmenden Entwicklung von KI-basierten Entwicklungen für den Kundendialog, stellt sich die Frage nach dem damit verbundenen Kundenerlebnis mit den sogenannten Chatbots.

Das wollten wir wissen:
Sicherlich ist es seitens der Kunden schwierig zwischen den verschiedenen automatisierten Kundendialog-Lösungen zu unterscheiden, also z.B. Menue- vs. Dialogführung per Sprache. Wir wollten dennoch wissen, welche Erfahrungen mit Online- und telefonischen Chatbots bisher gemacht wurden.

Das sind die Ergebnisse:
Mehr als 40% der Befragten sind sich nicht so richtig sicher, ob sie entsprechende Erfahrungen schon gemacht haben. Sicher sind sich „nur“ 18% der Befragten bei telefonischen und 25% bei Online-Chatbots.

Dabei werden Themen wie Stimmlage, kurze Antwortzeiten, starre Dialogmuster aber auch eine fehlende Smalltalk-Fähigkeit als Indikatoren für den Chatbot-Kontakt gesehen. Das Kontaktergebnis ist sowohl für telefonische als auch Online-Kontakte durchmischt. Die Erfahrungen sind mehrheitlich weder durchgängig positiv noch negativ. Mit anderen Worten, je nach Fragestellung und Chatbot-Qualität machen die Kunden durchaus sehr unterschiedliche Erfahrungen.

Positiv ist dabei, dass diese eben nicht zwingend negativ sind. Die Akzeptanz entsprechender Systeme aus der Nutzung heraus ist offensichtlich vorhanden. Ansonsten würde man eine deutlich negativere Bewertung erhalten.

E-Scooter mit zweifelhaft ökologischem Nutzen

Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie innerhalb der nächsten 24 Monate folgende elektrische Fortbewegungsmittel kaufen? Für welche Wege würden Sie dies(e) einsetzen bzw. tun Sie das schon?

Das ist der Hintergrund:
E-Scooter fluten derzeit die größeren Städte in Europa und Deutschland. Gleichzeitig gibt es schon länger einen E-Bike-Boom und in Asien sind E-Motorroller längst Standard.

Das wollten wir wissen:
Wie hoch ist ein Kaufinteresse an den verschiedenen E-Lösungen und welche bisherigen „Mobilitäts-Mittel“ würden durch den Gebrauch substituiert werden.?

Das sind die Ergebnisse:
Von den drei E-Lösungen ist der E-Scooter die am wenigsten ökologisch sinnvolle Variante. Der Gebrauch würde vor allem Spaziergang und Fahrradnutzung substituieren, also Fortbewegungsmittel mit Null-Emission. E-Bike und auch E-Motorroller hätten einen relevanteren Einfluss auf die Vermeidung des Autogebrauchs und stehen damit ökologisch weiter vorn als der E-Scooter. Eine politische Unterstützung dieser beiden E-Fortbewegungslösungen erscheint besonders sinnvoll auf dem Weg in eine Gesellschaft mit reduziertem Energieeinsatz für die Mobilität.

Meinungen zu Video-Stores: Häufig ein Mix aus Neugier und Skepsis

 

 

Das ist der Hintergrund:
Die ersten Firmen bieten über ihre Webseite die Möglichkeit einer Online-Videoberatung. Ein Verkaufsberater in einem Geschäft führt mit Video Kamera durch die Waren und berät dabei den Kunden, die per Streaming-Technologie Video und Audio zugespielt bekommen.

Das wollten wir wissen:
Wie kommt dieser „Shop-Service“, als Verbindung zwischen digitaler und analoger Welt an und für welche Branchen ist diese neue Form des Video-Stores besonders gut aus Sicht der Befragten geeignet?

Das sind die Ergebnisse:
21% finden diese Art der Verkaufsberatung gut, dazu kommen 48% die einerseits von der Möglichkeit angezogen werden, dem aber auch skeptisch gegenüberstehen. In der Summe ist die Akzeptanz breit genug, um diesen Service zu beleben, sofern er seitens der Anbieter auch ausreichend kommuniziert wird und bei den (potenziellen) Kunden wahrgenommen wird, was selbstverständlich Voraussetzung für die Nutzung ist.

Besonders gut geeignet ist dieser Service im Bereich brauner und weißer Ware. 

Interesse am Vertical TV hängt oft von den Mehrkosten ab

Das ist der Hintergrund:
Videos werden mit dem Smartphone häufig im Hochformat aufgenommen. Instagram und Co. stellen sich darauf ein, bzw. fordern eine entsprechendes Hochformat. TV Geräte und auch PC Monitore  sind aber ausnahmslos im Querformat ausgerichtet. Diese Entwicklung hat z.B. Samsung aufgenommen und ein Vertical TV ins Gespräch gebracht. Dieser Vertical TV kann gedreht werden und so Hoch- als auch Breitformat abspielen.

Das wollten wir wissen:
Wie kommt das bei den Befragten an und ergibt sich daraus ein Mehrwert, den man bereit ist zu bezahlen?

Das sind die Ergebnisse:
Mit dem Vertical TV erzielt Samsung zumindest ein gutes Differenzierungspotenzial gegenüber TV Geräten, die nicht über eine entsprechendes „Drehmoment“ verfügen. Die Bereitschaft dafür einen höheren Preis gegenüber vergleichbaren Geräten ohne entsprechende Funktion zu akzeptieren bleibt aber gering.

Für Anbieter wie Samsung ergibt sich damit die Frage nach der richtigen Strategie: Geringe Stückzahlen, die höher bepreist sind. Oder aber höhere Stückzahlen ohne Aufpreis als Differenzierungsmerkmal. Letztere Strategie erscheint allerdings erst sinnvoll, wenn verschiedene Geräte und Größen generell über diese Funktionalität verfügen.

Digitalabos nur mit verhaltenem Kauf- und Bindungspotenzial

Das ist der Hintergrund:
Die großen Verlage bzw. Nachrichtenportale wie z.B. Spiegel Online oder Bild Online, aber auch die regionalen Zeitungsverlage veröffentlichen zunehmend „Teaser-Nachrichten“, die in Gänze nur nach Abschluss eines bezahlten Abos verfügbar sind.

Das wollten wir wissen:
Wie groß ist die Nutzung von und das Interesse an digitalen Abos für verschiedene Publikationstypen?

Das sind die Ergebnisse:
Das Interesse an digitalen Abos ist nur gering ausgeprägt. Die „Umsonst-Kultur“ redaktioneller Beiträge im Internet ist offensichtlich weiterhin stark vorhanden und behindert die Abo-Akzeptanz. Auch scheint die Bindungsfähigkeit der bestehenden Angebote nur gering zu sein. Der Prozentsatz Befragte, die früher mal ein digitales Abo abgeschlossen hatten, ist ähnlich groß ist, wie der Prozentsatz aktueller Nutzer. Dies betrifft alle Publikationstypen.

Grundsätzlich erscheint das Interesse an regionalen Tageszeitungen als Digitalabo am größten, bleibt aber trotzdem gering. Die Verlage müssen offensichtlich noch mehr Mehrwert schaffen, um digitale Bezahlabos attraktiver zu machen.

Digitalabos: Handlich und immer verfügbar.

Das ist der Hintergrund:
Die Verlage bemühen sich mehr oder weniger verzweifelt digitale Abos in einer Welt mit sinkenden Druckauflagen an den Mann / die Frau zu bringen.

Das wollten wir wissen:
Was sind derzeit die Treiber für Nutzung bzw. Interesse an Digitalabos?

Das sind die Ergebnisse:
Das Kernargument für Digitalabos ist deren stete Verfügbarkeit (über das Smartphone) gepaart mit der hohen Handlichkeit bei der Nutzung. Als „sozial verträgliches Argument“ dient daneben der Umweltschutz durch den Verzicht auf gedrucktes Papier.

Die verschiedenen zusätzlichen Digitalfunktionen wie Suchmöglichkeiten, Audio- und Videoinhalte haben demgegenüber nur eine mittlere bis geringe Treiberfunktion. Für die Verlage gilt es weitere starke Treiber zu entwickeln, die dem allgemeinen „always on“ Prinzip des Internets einen starken Zusatznutzen hinzufügen.

 

Umfangreiche Verhaltensänderung durch Digitalisierung im Privaten

 

Das ist der Hintergrund:
Die Digitalisierung krempelt ganze Branchen um, oftmals profitieren nur wenige und viele verlieren.

Das wollten wir wissen:
In welchen privaten Bereichen hat sich aufgrund der Digitalisierung das Verhalten am stärksten verändert?

Das sind die Ergebnisse:
Die Auswirkungen auf das Verhalten sind in vielen Bereiche immens. Die Nutzung von Festnetz-Telefon und (digitaler) Kamera ist besonders stark betroffen. Klassische Medien verlieren deutlich und Transaktionen im Sinne von Kauf und Bezahlung ändern sich ähnlich stark. Im Freizeitbereich leiden besonders Kinos, aber auch die klassischen Gesellschaftsspiele. Eine vergleichsweise geringe Verhaltensänderung hat die digitale Revolution bisher in Bereichen wie Sport, Freunde treffen, Veranstaltungen besuchen u.ä. bewirkt.

Finden Sie ab hier Ergebnisse aus der Januar/Februar 2019 Welle.

Digitale Sprachassistenten - gar nicht von so vielen genutzt

Frage: Wie oft und wofür werden digitale Sprachassistenten genutzt (Alexa und Co. aber auch Smartphone integriert über Google und Siri)?

 

Erläuterung:

Man verbindet den digitalen Assistenten häufig mit Alexa. Grundsätzlich ist er bzw. sie aber in den meisten  Smartphones über Google oder Siri ein Sprachassistent enthalten und somit für die breite Masse jederzeit verfügbar.

Trotz der hohen  Verfügbarkeit und der etwas überdurchschnittlichen digitalen Affinität in der hier betrachteten Ziel- und Altersgruppe, nutzt nur knapp jeder Zweite überhaupt einen digitalen Assistenten und nur jeder 4. bis 5. greift zumindest wöchentlich oder häufiger darauf zu.

Dabei gibt es keine echte Schlüsselanwendung, die von fast allen Befragten genutzt wird. Stattdessen sucht man sich anscheinend sein relevantes Set an Anwendungen aus dem Gesamtspektrum heraus. An der Spitze stehen dabei Wissen- oder Informationsabfragen sowie die Auswahl von Musik oder Videotiteln.

 

Digitale Sprachassistenten: Zwischen "total praktisch" und "völlig unnötig"

Frage: Was ist an der Nutzung digitaler Sprachassistenten attrakiv und was verhindert die Nutzung?  

 Erläuterung:

Digitale Sprachassistenten werden genutzt, weil es vor allem praktisch ist, gut und schnell funktioniert, somit die Bedienung erleichtert und auch noch Spaß macht.

Die Gering- oder Nicht-Verwender hingegen haben schlicht und ergreifend keinen Bedarf. Sie empfinden digitale Sprachassistenten nervig und auch das Thema „Abgehört werden“ stellt eine relevante Nutzungsbarriere dar. Funktionsprobleme oder schlechte Antworten spielen hingegen nur ein untergeordnete Rolle.

Um die bisherigen Nicht-Verwender zu regelmäßigen Nutzern zu machen, müssen grundsätzliche Vorbehalte ausgeräumt werden, die weniger in einer fehlenden oder unzureichenden Funktionalität zu finden sind, als in einer generell negativen Einstellung gegenüber den Sprachassistenten.

 

Die Parteienlandschaft ist nur wenig digital profiliert

Frage: Welche Partei kann die digitale Entwicklung in Deutschland im besten Sinne voran treiben?

 

 Erläuterung:

Die Gesellschaft und damit auch die Politik steht angesichts der potenziellen Umwälzungen durch die Digitalisierung im Privaten und Beruflichen vor großen Herausforderungen. Dabei gelingt es keiner Partei daraus für sich ein besonderes Kapital zu schlagen.

Selbst der FDP gelingt es mit ihrer Digitalisierungsstrategie nicht, sich in diesem Themenbereich besonders zu profilieren. Dazu kommt, dass jeder vierte Befragte keiner der etablierten Datei es zutraut, die digitale Entwicklung „im besten Sinne“ voranzutreiben. Weitere 18% können die Frage nicht beantworten.

Mit anderen Worten: Die Politik bzw. die Parteien haben in diesem Themenfeld offensichtlich noch einen breiten Acker zu bearbeiten, damit aber auch noch viel Gestaltungmöglichkeiten für die eigene Profilierung.

Online Shops: Ausdehnung in stationäre Shops

Frage: Online Shops wie Amazon oder Zalando eröffnen jetzt auch erste richtige Geschäfte in Städten. Angenommen ein großer Online-Shop würde ein Geschäft in Ihrer Umgebung aufmachen, wie finden Sie das?

 

 Erläuterung:

Amazon und andere große Online Shops  haben bereits begonnen ihr Geschäft in den stationären Handel durch eigene Stores auszubauen. Wie kommt das an? Wie finden das die Menschen?

Immerhin fast jeder Dritte würde eine Ansiedlung in seiner Gegend „richtig gut“ finden. Weitere 37% wären zumindest neugierig darauf. Der Schluss liegt nahe, dass eine entsprechende Eröffnung, insbesondere bei hoher Marketing- bzw. Eventunterstützung, zu einer hohen Aufmerksamkeit führen wird.

Für den bestehenden Offline Handel entwickelt sich somit eine weitere sehr ernst zu nehmende Konkurrenz, indem nicht nur der Online-Handel stetig dazugewinnt, sondern sich dieser auch in den Offline-Bereich ausdehnt, und dort auf eine hohes Potenzial trifft. Offen bleibt dabei die Frage, wie die Shops in der Umsetzung bei den Kunden ankommen, ob sie durch Off-Online Integration, spezielle Preispolitik oder zusätzliche Services wie kassenloses Bezahlen die Kunden auch offline binden können.

 

 

 

Lineares TV nur noch Lückenfüller bei der Jugend

Frage: Auf dem Fernseher zu Hause kann man das klassische TV-Programm sehen (Sendungen zu festen Sendezeiten) oder aber zeitunabhängige Sendungen über Mediatheken, Youtube, netflix, usw. Bitte schätzen Sie: Von 10 Stunden, die Sie am Fernseher etwas sehen, wieviel davon schauen Sie klassisches TV, also mit festen Sendezeiten?

 Erläuterung:

Der Fernseher ist nicht mehr in den festen Händen des klassischen, zeitgebundenen bzw. linearen TVs. Nur noch 56% der TV Geräte Nutzung wird in der betrachteten Zielgruppe dem klassischen TV Programm gewidmet. Für die Jugend ist zeitgebundenes Fernsehen nur eine Ergänzung, dem nur noch 32% der Gerätezeit zugestanden werden. Andere Content-Kanäle (primär Streaming-Angebote) rangieren inzwischen an erster Stelle bei der TV-Geräte Nutzung.

Die jungen Zielgruppen haben die TV-Angebotspalette für sich angenommen und leben bereits in einer neuen TV-Landschaft. Das klassische TV Programm ist für sie nur noch eine Option von vielen. Bei  älteren Befragte geht es hingegen noch mehr um die Veränderung der eigenen Sehgewohnheiten, die durch lineares TV gelernt und geprägt sind.

 

 

 

Bewertung der neuen TV Landschaft

Frage: Das Angebot an TV Serien und Filmen in Fernsehen, Mediatheken oder Streamingdiensten wie Netflix oder amazone prime erhöht sich stetig. In wieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu diesem Thema zu?

 Erläuterung:

Netflix, amazon prime und andere Streaming Anbieter rüsten immer weiter auf und verändern die „Fernsehlandschaft“ erfolgreich zu ihren Gunsten. Daneben werden die Mediatheken-Angebote ausgeweitet, Portale wie YouTube oder Vimeo bieten alternative Inhalte. Der gesamte Content kann auf halbwegs modernen TVs konsumiert werden, ein HDMI Anschluss ist ausreichend. Wie kommt das bei unseren Befragte an?

Der zunehmende Erfolg der IP basierten Angebote lässt vermuten, dass die Resonanz positiv ausfällt. Entsprechend stehen 50% der Befragten den Entwicklungen positiv gegenüber. Ablehnend zeigen sich nur jeder Vierte.

Interessant ist, dass der Wettbewerb zwischen den Contentprovidern durchaus zu einer wahrgenommenen Qualitätssteigerung der Inhalte führt. Daneben ist die Unabhängigkeit von Raum und Zeit beim Konsum ein klares Highlight des Angebotes und bedrängt damit das lineare TV Programm. Dennoch wird die Entwicklung nicht unkritisch gesehen. Während die eigenen Freiheiten gelobt werden, besteht eine starke Zustimmung, dass die Entwicklung und damit die Möglichkeiten des TV- oder besser Video-Konsums für die Jugend problematisch gesehen wird. Nicht weiter verwunderlich: Die jüngeren Befragten sehen dies deutlich seltener als Problem.

 

 

 

Relevantes Potenzial für faltbare Smartphones

Frage: Es sind vor Kurzem die ersten Bilder von Smartphones mit faltbarem Display aufgetaucht Dadurch vergrößert sich die Displayfläche, aber auch die Dicke des Gerätes Ist ein Smartphone mit faltbarem Display für Sie grundsätzlich interessant?

 Erläuterung:

Die Entwicklungssprünge neuer Smartphone Modelle waren in den letzten Jahren überschaubar: Größere Displays mit besserer Auflösung,  Kameraqualität und Entsicherungsmethoden waren Kern der evolutionären Entwicklung.

Jetzt wird das Display wird faltbar, damit größer aber zunächst auch dicker. Das direkte Käuferpotenzial dafür bleibt noch verhalten: 6% der Befragten geben an, dass sie auf ein Smartphone mit faltbarem Display schon lange warten. Die allgemeine Offenheit für dieses Produkt ist aber hoch. Für weitere 47% hört sich ein faltbares Smartphone interessant an. Ob und wie schnell dieses Potenzial gehoben werden kann, hängt maßgeblich von den Konditionen und Rahmenbedingungen ab. Diskutierte Preise von deutlich über 1.000 € stellen eine relevante Kaufbarriere dar. Durch den hohen Preis konkurrieren die neuen Smartphones direkt mit den aktuellen Premium Modellen mit hoher Leistungsfähigkeit. Dazu kommt die Anmutung einer neuen Form, die schwerer und dicker in Hand oder Tasche wiegt und liegt.

 

 

 

 

Nicht mehr ganz neu, aber immer noch spannend: Unsere Ergebnisse der ersten Digital Radar Studie vom Juli/August 2018

Markenthemen: Von Markenimage bis Markenbindung

Digitale Marken-Fitness

Frage: Welche der folgenden Marken aus dem Bereich <Branche> sind Ihrer Meinung  ‚digital‘ besonders gut aufgestellt? ‚Digital‘ bedeutet, dass innovative Produkte und Services in diesem Bereich angeboten werden. Informationen und Kaufmöglichkeiten in moderner Form  bereit gestellt werden, dass man Präsenz in sozialen Medien und Internet zeigt etc. Sie können bis zu 3 Marken angeben.

Erläuterung:

Im Versicherungsbereich nimmt der Marktführer Allianz auch die erste Position in der digitalen Markenwahrnehmung ein, jedoch ohne deutlichen Vorsprung. Die Versicherungsbranche als Ganzes wird im Vergleich zu anderen Branchen als eher wenig digital vorbereitet gesehen.

Bei den Haushaltsgeräten können Siemens und Bosch Ihre marktführende Position im Bereich digitaler Fitness nicht gegenüber Samsung verteidigen. Beide Marken setzen sich zusammen mit Miele und LG zwar vom breiten Markt etwas ab. Samsung transferiert aber sein Markenimage aus den anderen Produktbereichen erfolgreich in die Wahrnehmung der Marken im Haushaltsgeräte-Bereich. Der Abstand zu den Wettbewerbern ist erheblich.

BMW und Mercedes nehmen den digitalen Wahrnehmungs-Lead im Automobil-Bereich ein. Die Premium-Marken können sich deutlich unter anderem von VW als Marktführer absetzen. Auch Audi gelingt es nicht, mit BMW und Mercedes gleich zu schließen.

Den Sparkassen können die weite Verbreitung im Privatkundenbereich mit einem entsprechend digitalen Angebot untermauern. Sie setzen sich in der Wahrnehmung als digital aktive Marke deutlich vom sonstigen Bankenbereich ab.

Der Lebensmitteleinzelhandel zeichnet mittelstarke Unterschiede zwischen den Marktplayern in Bezug auf die digitale Fitness. ReWe, nimmt die Polposition ein, gefolgt von Lidl. Interessanteweise kann sich Lidl recht deutlich von Aldi absetzen. Letztere bewegt sich nur im durchschnittlichen Wettbewerberumfeld.

Im Bereich Consumer Electronics war zu erwarten, dass Samsung und Apple die führenden Positionen in der digitalen Markenaufstellung einnehmen. Alle anderen Marken sind demgegenüber klar abgeschlagen.

Unsere Meinung: „Die gezeigten Bewertungen geben einen ersten Einblick in das digitale Commitment der verschiedenen Marken. Digitales Brand-Image kann und muss aber weiter in seine Facetten zerlegt werden. Marken müssen ganzheitlich geführt werden. Eine digitale Markengestaltung gehört zwingend dazu.“

 

 

 

Anbietertreue in ausgewählten Branchen - von Auto über Internetprovider bis Kühlschrank
Darstellung: Möglichkeit eines Markenwechsels in acht ausgewählten Branchen wenn Morgen ein neuer Gerätekauf anliegt bzw. ein neuer Vertrag abgeschlossen wird. 

Erläuterung:

Nur knapp jeder zehnte würde bei einem Neukauf in den gezeigten Branchen einen Anbieterwechsel definitiv in Betracht ziehen. Aber auch nur jeder fünfte schließt einen Markenwechsel aus. M.a.W. der digital affine Teil der Bevölkerung hält sich die Option eines Markenwechsels zumindest offen.  Diese Offenheit ist zum größten Teil in der Attraktivität der Wettbewerberangebote begründet, wie wir in einer entsprechenden Folgefrage festgestellt haben.

Die geringste Wechselmotivation liegt in den Bereichen Krankenversicherung und Hausbank vor. In den sechs anderen Branchen ist die Wechselambition jeweils sehr ähnlich ausgeprägt.

Akzeptanzthemen: Neue und angepasste Produkte mit digitalen Lösungen

Immenses E-Health Potenzial
Darstellung: Bewertung verschiedener E-Health Lösungen (Aufnahme und Verarbeitung von Vitalwerten)

Ein Gerät (ähnlich einem Fitnesstracker) zeichnet Körperwerte auf sendet die Daten regelmäßig an ein medizinisches Institut zur Überprüfung …

 

Erläuterung:

Über 70% finden den Gedanken gut, im Fall einer chronischen Krankheit ein Gerät zur Überprüfung wichtiger Körperwerte zu tragen und die Daten kontinuierlich an ein medizinisches Institut zu übertragen. Selbst ohne Krankheit, also zur vorbeugenden Überprüfung von Vitalwerten, steht jeder zweite diesem Gedanken positiv gegenüber. Die Krankenversicherung erscheint dabei als relevanter Partner in Gesundheitsfragen. Allerdings bestehen bei vielen auch Bedenken, die primär datenschutzbezogen sein werden. Entsprechend steigt das E-Health Potenzial nochmal deutlich, wenn die aufgezeichneten Daten offline in der App verarbeitet werden und der Träger die Daten-Weitergabe individuell freigeben kann. Für entsprechende Anwendungen besteht somit (je nach Regulierungslage) ein nahezu unfassbar hohes Potenzial, insbesondere wenn bestehende Bedenken ausgeräumt werden können. Besonders faszinierend ist dabei die sehr geringe Ablehnungsrate. Eine Vielzahl neuer Fragen schließen sich an (Hard- und Software-Formate (UI-Themen), Pricing, Partnerschaften, angebundene Services …).

KFZ Versicherung in Verbindung mit Daten zum Fahrverhalten
Darstellung: Akzeptanz eines KFZ Versicherungstarifs, der alle 6 Monate in Abhängigkeit von Fahrleistung und Fahrverhalten angepasst sind. Die Bedingungen sind in einer App einsehbar.

Erläuterung:

Moderne Autos und Technologien ermöglichen es, Daten des Fahrverhaltens und der Fahrtwege zu speichern. Für Versicherungen ergibt sich damit die Möglichkeit fahrabhängige KFZ Tarife zu gestalten und diese ggf. in einem Intervall von z.B. 6 Monaten anzupassen. Unabhängig von dem damit verbundenen Analyseumfang bei den Versicherungen stellt sich die Frage, wie solch ein Einblick in persönliches Verhalten seitens der  Konsumenten bewertet bzw. akzeptiert wird.

Interessanterweise fällt die harte Ablehnerquote mit 29% eher gering aus. Die Autofahrer sind aber auch nicht euphorisch, sondern verhalten positiv gegenüber diesem Angebot gestimmt. In der Summe ergibt sich für die Versicherungskonzerne ein „gestaltbarer“ Markt, der trotz medialer Präsenz des Themas Datensicherheit, auf ein hohes Potenzial trifft. Dies gilt insbesondere für Männern mit hohem Haushaltseinkommen und Wohnort in einer Großstadt oder in dessen Einzugsbereich.

 

Rechnung per Email im stationärem Handel

Frage: Wenn Sie heutzutage in einem Geschäft bezahlen, erhalten Sie in der Regel eine ausgedruckte Quittung oder Rechnung. Angenommen Sie könnten unter einmaliger Weitergabe Ihrer Email-Adresse die Quittung/Rechnung per Email erhalten. In welchen der folgenden Bereiche würden Sie eine Rechnung bzw. Quittung per Email gegenüber einem Ausdruck bevorzugen? 

Erläuterung:

Im Online-Business ist es üblich, Rechnungen nicht mehr ausgedruckt, zugesendet oder beigelegt zu bekommen. Stattdessen werden sie per Email verschickt oder aber man lädt sie von seinem Account herunter. Insbesondere bei der letzten Variante hat der Nutzer jederzeit die Möglichkeit Umsätze zu kontrollieren. Wie kann der stationäre Handel darauf reagieren, besteht für ihn auch die Möglichkeit Rechnungen bzw. Quittungen nicht mehr bzw. nur auszudrucken, sondern auch per Email zuzusenden? Das erfordert allerdings den Einsatz entsprechender Kassen- und Datenbanksysteme und der Kunde muss seine Email-Adresse einmalig angeben und einen elektronischen Übermittlungsweg akzeptieren. Wir haben deshalb gefragt, ob man mit Nennung seiner Email-Adresse grundsätzlich eine ausgedruckte oder eine per Email übermittelte Rechnung bevorzugen würden. Dabei geben nur 40% an generell ausgedruckte Belege zu bevorzugen. Besonders interessant ist die Email-Rechnung bei Händlern mit eher höheren Einkaufswerten, also Geschäften für Technologie, Möbelhäuser aber auch Werkstätten.

Gesetzt den Fall, dass eine technisch gute und preiswerte Kassen-Lösung vorliegt, besteht für den stationären Handel grundsätzlich die Möglichkeit, ähnlich den Online-Shops, kundenbindendes Rechnungs- und ggf. auch Rabattmanagement zu betreiben.

 

 

Haustechnik gegenüber Haushaltsgeräten für mobile Steuerung bevorzugt
Darstellung: Interesse, diese Geräte von außerhalb per App zu steuern

Erläuterung:

Das Thema Smarthome hat eine Vielzahl unterschiedlicher Facetten, eine davon ist die Steuerung der Geräte von außerhalb des Hauses, per App, wenn man unterwegs ist.

Der Wunsch, Haushaltsgeräte fernsteuern zu können hält sich aktuell noch in Grenzen. Am höchsten fällt die Akzeptanz für Geräte mit Wassergebrauch aus: Waschmaschine und Spülmaschine. Fast jeder zweite sieht jedoch keinen Bedarf der Fernsteuerung von Haushaltsgeräten. Anders verhält es sich im Bereich der Haustechnik. Heizung (Kosten & Convenience Aspekte) sowie verschiedene Sicherheitsthemen (von Rollos- bis Lichtsteuerung) werden positiv in Bezug auf eine Off-Home Steuerung gesehen.

Auto mit Sprachassistenz zur Bedienung
Darstellung: Bewertung von Sprachassistenten für die Bedienung des Autos (Bsp. neue Mercedes A-Klasse im Sommer 2018).

Erläuterung:

Bei den meisten neuen Technologien bestehen bei der Einführung zunächst Bedenken. In Bezug auf Sprachassistenten für die Bedienung des Autos (wie das Mercedes gerade in der A-Klasse einführt) ist dies nicht anders.

Überzeugungsarbeit muss geleistet werden. Beim Auto bietet sich das am Besten im Rahmen einer Probefahrt an. Ist diese erfolgreich, eröffnet sich ein großes Potenzial. Dies zeigt sich an der geringen Ablehnungsquote.

Aktuell liegt die höchste Akzeptanz bei jungen Männern vor. Damit wird altersbedingt zwar ein weniger finanzkräftiges Klientel angesprochen. Im Sinne einer langfristig gedachten Strategie erfährt die Marke über innovative neue Dienste aber ein Verjüngungspotenzial, insbesondere wenn man als eine der ersten Marken mit entsprechenden Produkten und Lösungen auftritt.

Fitness / Smartwatch: Hohes Interesse trifft hohe Ablehnung
Darstellung: Nutzung von und Interesse an Fitnessarmband oder Smartwatch

Erläuterung:

Smartwatches und Fitnessarmbänder erfahren ein hohes Interesse in der befragten Zielgruppe (16-59 J.), wenngleich das Wachstum sich nicht stürmisch weiter entwickeln wird, da die Nutzung die Interessensquote bereits übersteigt. Es handelt sich um ein junges Produkt, welches in der jüngsten Zielgruppen (16-24 J.) ein besonders hohes Interesse erzielt (bei derzeit noch geringer Nutzung von 14%), vermutlich aber noch Kostenbarrieren den (Wunsch-)Kauf verhindern. Die Rate der Ablehner ist mit 40% ausgeprägt und mengenmäßig nahezu deckungsgleich mit den Nutzern und Interessierten. Hier wären in einem nächsten Schritt die wichtigsten Ablehnungsgründe zu identifizieren.

Verhalten: Umgang mit digitalen Produkten und Situationen

Smartphone oder stationäre Hardware: Welche Anwendungen worüber?
Darstellung: Angabe über die überwiegende Hardware-Nutzung in Abhängigkeit verschiedener Anwendungen

Erläuterung:

Tot gesagte leben länger: Auch wenn das Smartphone für viele zum ständigen Begleiter geworden ist, so dominiert in vielen Online-Anwendungs-Bereichen durchaus noch der PC bzw. Laptop oder Notebook.

Online Shopping erfolgt überwiegt per PC oder Laptop, insbesondere beim Kaufen physischer Produkte.

Eine deutliche Smartphone Dominanz zeig sich nur im Bereich Fotos posten/versenden. Die meisten anderen der hier aufgeführten Anwendungen werden überwiegend stationär oder im ausgeglichem Verhältnis zueinander ausgeführt.

Mobilfunknutzung bei unbegrenztem Datenvolumen
Darstellung: Wir würde man sein Smartphone bei einem Datentarif ohne Volumenbegrenzung nutzen?

Erläuterung:

Einige Mobilfunkanbieter haben im Sommer 2018 erste Mobilfunktarife mit unbegrenztem Datenvolumen für mobiles Internet herausgegeben, also ohne Begrenzung der Übertragungsgeschwindigkeit. Aufgrund der Kosten jenseits der 50€ Grenze werden diese vermutlich primär im Business-Bereich gekauft werden. Auch angesichts der teilweise günstigeren Tarife im europäischen Ausland stellt sich die Frage, inwieweit die privaten Nutzer Ihr Verhalten mit einem entsprechenden Tarif verändern würden.

Immerhin 40% sehen keine potenzielle Verhaltensänderung und damit letztendlich auch keinen entsprechenden Tarifbedarf. Bei den verbleibenden 60% ist nicht die eine primäre Änderung auszumachen, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Anpassungen. Nicht verwunderlich: Neben der allgemein intensiveren Nutzung werden vor allem Anwendungen mit hohen Volumenbedarf genannt, d.h. sind vor allem Streaming-Anwendungen für Audio und Video. Einhergehend damit würde man sich auch weniger Daten vor einer Reise oder Tour vorab herunterladen. Für die Mobilfunkanbieter erhöht sich das übertragene Datenvolumen bei entsprechenden Tarifen deutlich. Die Netzkapazitäten werden gefordert.

 

Passwörter: Klarnamen werden nur selten vermieden
Darstellung: Eingesetzte Maßnahmen zur Steigerung der Passwortsicherheit

Erläuterung:

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt auch die Anzahl der Dienste, für die ein Passwort notwendig ist. Angesichts der Missbrauchsmöglichkeiten ist ein gutes Passwortmanagement heute auch für den privaten Nutzen ein relevantes Thema. Allerdings zeigen die Ergebnisse, dass viele User nur unzureichende Maßnahmen einsetzen.

Nur die Hälfte gibt an, verschiedene Passwörter zu verwenden. 50% setzen Sonderzeichen ein, allerdings vermeiden nur 28% den Einsatz von Klarnamen oder sehr einfachen Zahlenkombinationen. Eine Verwendung von speziellen Passwortmanagern findet nur bei ungefähr jedem zehnten statt. Berücksichtigt man, dass in der Stichprobe digitalen Verweigerer  ausgeschlossen sind, sorgt sich die Gesamtbevölkerung vermutlich noch schwächer um das Thema „Passwort“. Es offenbart sich ein deutliches Markt-Potenzial bzw. eine hohe Erziehungsnotwendigkeit.

Übrigens: Beim Thema Passwort schützt auch Bildung vor Dummheit nicht. Personen mit höheren Schulbildung schützen sich nur geringfügig mehr als andere.

 

Altersempfehlung bei Videospielen nur teilweise wirksam

Frage: Haben Sie Kinder unter 18 Jahren im Haushalt, die Computer-, Konsolen oder Handyspiele spielen, die eine höhere Altersempfehlung (USK) haben, als die Kinder alt sind ?

Erläuterung:

Nicht nur bei Filmen, sondern auch bei Videospielen gibt es eine freiwillige Selbstkontrolle für die Altersempfehlung. Wir wollten von den Befragten wissen, inwieweit die Altersempfehlung berücksichtigt wird.

39% der Befragten mit Kindern im Haushalt geben an, die Altersempfehlung zu überschreiten, hinzu kommen 3%, die über das Thema nicht aufgeklärt sind. Berücksichtigt man, dass einerseits wenig digitalaffine Personen aus der Befragung ausgeschlossen sind und andererseits, dass Kinder im Alter unter 5 Jahren kaum an Computer, Konsole oder Handy spielen, ist davon auszugehen, dass mehr als die Hälfte der Kinder im relevanten Altersbereich sich nicht an die Altersempfehlung halten.

 

An der EU-DSGVO kommt man nicht vorbei
Darstellung: Intensität der Beschäftigung mit der EU-DSGVO

Erläuterung:

Fast jeder Dritte innerhalb der befragten Zielgruppe hat sich zumindest schon intensiv mit der neuen EU-Datenschutz-grundverordnung beschäftigt. Fast niemand kommt vollständig an dem Thema vorbei, die Masse bleibt aber gelassen und widmet sich nur wenig oder auch gar nicht diesem Thema. Im beruflichen Kontext gewinnt das Thema erwartungsgemäß an Aufmerksamkeit, sofern man über Leitungsfunktion verfügt oder selbstständig ist.